Hitzewelle im Tierheim Vösendorf: Abkühlung und artgerechte Snacks
Wiener Tierschutzverein/Tierschutz Austria hat im Tierheim Vösendorf auf die anhaltende Hitzewelle mit gezielten Abkühlungsmaßnahmen für die dort untergebrachten Tiere reagiert.

Freiwillige des Team Tierschutz bereiteten beim Workshop „Kochen für Tierheimtiere" artgerechte Snacks und Futterergänzungen zu, die konsequent auf die jeweilige Spezies abgestimmt sind. Der Verein verbindet die Aktion mit einem Appell an alle Tierhalter, die Hitzebelastung für Heimtiere ernst zu nehmen.
Rezepte nach Art statt Einheitslösung
Die Snacks wurden nicht als Standardrezeptur, sondern gezielt auf die Bedürfnisse der jeweiligen Tierart zugeschnitten. Die Auswahl folgt einem klaren Prinzip: jede Spezies erhält eine eigene Zusammensetzung, die Beschäftigung und Erfrischung kombiniert. Konkret vorbereitet wurden:
- Papageienbrote: Datteln, Feigen, Macadamianüsse, Mandeln, Rosinen, Honig, Vitamine und Mineralstoffe – vorgesehen für die über 60 Papageien im Haus
- Affenbällchen: Topfen, Joghurt, Haferflocken, Ei und Multivitaminpräparate
- Eisbomben zur direkten Abkühlung
- Mineralstoffreiche Picksteine für Tauben
- Schildkrötenpudding als abwechslungsreiche Futterergänzung
Die Komponenten sind so gewählt, dass sie die artspezifischen Anforderungen an Nährstoffe und Beschäftigung abdecken und gleichzeitig einen thermischen Nutzen bieten.
Trägerstruktur und Reichweite
Das Team Tierschutz ist eine Freiwilligeninitiative des Wiener Tierschutzvereins mit über 2.000 aktiven Helfern. Zu den Aufgaben gehören Transporte verletzter oder verwaister Tiere ins Tierschutzhaus sowie Unterstützung bei Sonderprojekten wie dem Kochworkshop. Interessierte können sich der Initiative anschließen; die genauen Modalitäten veröffentlicht der Verein über seine eigenen Kanäle.
Einordnung für Halter
Der Appell des Vereins richtet sich ausdrücklich an alle Tierhalter. Die Vösendorfer Herangehensweise verdeutlicht einen Standard: wirksame Abkühlung setzt voraus, dass Nahrung und Beschäftigung an die biologischen Bedürfnisse der jeweiligen Art angepasst sind – nicht als Standardrezeptur, sondern als artspezifische Zusammensetzung, die sich an der jeweiligen Spezies orientiert. Die konkreten Empfehlungen des Vereins für einzelne Heimtierarten sind über dessen eigene Informationskanäle abrufbar.